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Kurznasen

Wir operieren bei uns in der Praxis viel. Dabei werden die meisten Tiere intubiert, das heißt, wie führen einen Schlauch (einen Tubus) in die Luftröhre ein und sie erhalten u.a. Sauerstoff. Sobald die Op vorbei ist, warten wir, bis die Tiere aufwachen. Hunde und Katzen wehren sich automatisch gegen den Tubus und versuchen mit aller Macht, diesen los zu werden. Selbst wenn sie noch halb schlafen. Wir ziehen diesen dann automatisch und die Tiere sind beruhigt.
Nur eine Sorte behält den Tubus drin – und zwar lange nachdem sie fast vollständig wach sind: die Hunde mit den kurzen Nasen. Das sind unter anderem französische Bulldoggen, Möpse, Boston Terrier und leider noch viele mehr.
Was leider fast alle Besitzer einer solchen Rasse verdrängen oder es einfach nicht wissen: Die Hunde sehen so niedlich aus, weil die Kopfform anders gezüchtet wurde. Der Schädel ist deformiert. Die Hunde kämpfen deswegen ihr Leben lang um Atemluft kämpfen – beim Fressen, Laufen, Spielen, Schlafen. Alle Halter erklären uns, dass das bei ihrem Hund nicht so sei, er könne frei atmen. Tatsächlich ist das falsch. Vielleicht kämpft er etwas weniger mit Luft als die ganz schlimmen Fälle. Aber jede Kurznase, die wir bisher operiert haben, war dankbar für den Tubus. Denn genau das steckt dahinter: Zum ersten Mal in ihrem Leben können sie frei atmen, daher will keiner der Hunde den Tubus los werden. Ist das nicht ein erschütternder Gedanke: Die Hunde haben den Schlauch so gerne in der Luftröhre, weil sie endlich ausreichend Luft bekommen.

Hier sehen Sie einen unserer Patienten. Der Hund ist wach, der Tubus noch drin. Wenn Sie selbst mal eine völlig verstopfte Nase hatten, können Sie das vielleicht sogar etwas nachempfinden. Bei den Kurznasen hilft nur leider kein Nasenspray!

In diesem Sinne
Ihre frei atmende Tierarztfrau

Fragen aus der Praxis (2)

Vom letzten Beitrag sind noch folgende Fragen offen: Würde mein Mann mit seinem Wissen wieder Tierarzt werden? Was macht gar keinen Spaß? Und was macht uns am meisten Spaß?

Ich habe meinen Mann schon des Öfteren selbst gefragt und er antwortet immer dasselbe: Ja, er würde wieder Tierarzt werden. Der Beruf macht ihm Spaß, da er mit Tieren, Menschen und oft auch Rätseln zu tun hat (siehe unter anderem die „Dr. House“-Beiträge). Er operiert gerne und ist unglaublich gut darin, eine Diagnose zu finden. Im Gegenzug ist er furchtbar frustiert, wenn es keine eindeutige Diagnose gibt. Und ja, das kommt tatsächlich mal vor. Leider können Tiere nicht reden. Und wir sind alle nur Menschen. Ihm macht es auch Spaß, im Team zu arbeiten. Er ist nicht der beste Leher, aber wenn er gefragt wird, erklärt er ausführlich und so, dass es alle verstehen. Er hat ein großes Herz, auch wenn man das nicht auf den ersten Blick vermuten würde und wenn es um Tiere geht, versucht er, fast alles möglich zu machen. Also kann ich besten Wissen und Gewissens seine Antwort glauben, dass er wieder Tierarzt werden würde.

Was uns keinen Spaß macht, sind die Menschen, die ihre Tiere nicht gut behandeln. Da hätten wir den alten Hund, bei „dem es sich ja nicht mehr lohnt“ noch was zu tun. Die Katze, „für deren Medikamente ich aber keine Zeit habe“. Es gibt das Kaninchen, das sein Leben in Einzelhaft verbringt, denn „das ist okay, das kennt es so“. Oder die viel zu dicken Tiere, von denen es heißt „Ich füttere schon ganz wenig, der bekommt fast nichts“. Oder die Tiere, die zum Einschläfern gebracht werden, obwohl die Halter nur überfordert sind. Oder die Tiere, die wir erlösen, bei denen ich weine, weil sie bis dahin ein schlimmes Leben hatten (das kann man sehen!). Und natürlich schläfern wir kein Tier ein, weil ein Halter überfordert ist und wo das Veterinäramt einzuschalten ist, schalten wir es ein (nur, um das auch gesagt zu haben).

Was uns viel Spaß macht, sind alle Menschen, die sich um ihr Tier gut kümmern. Und was uns richtig viel Spaß macht, sind die Menschen, die sich um alle Tiere gut kümmern: die, die eine verletzte Taube zu uns bringen; die, die Wildvögel päppeln; die, die eine zugelaufene Katze zum Chip-auslesen bringen; die, die nicht wegsehen, wenn es einem Tier schlecht geht. Uns macht es auch Spaß, wenn man die tolle Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling sieht. Uns macht es Spaß, wenn eine Behandlung, Operation oder ein Medikament wirksam war und es Ihrem Tier besser geht. Uns macht es Spaß, wenn Sie sich freuen.

Wenn Sie noch eine Frage haben, die wir Ihnen beantworten sollen: immer her damit. Wir freuen uns auch über Fragen!

In diesem Sinne
Ihre hocherfreute Tierarztfrau

Fragen aus der Praxis (1)

Wir werden immer wieder gefragt, was denn das exotischste Tier war, das je bei uns war. Was wir Spannendes erleben? Welche OP besonders interessant ist? Ob mein Mann mit seinem Wissen wieder Tierarzt werden würde? Und was gar keinen Spaß macht? Heute gebe ich Ihnen ein paar Antworten.

Die Antwort auf das exotischste Tier ist einfach: Es war eine Achatschnecke. Ja, das ist jetzt keine Giraffe oder ein Tiger, aber wer hat denn schon mal eine Achatschnecke behandelt oder weiß überhaupt, wie die aussehen? Aber warum war Frau Schnecke bei uns? Sie war der Besitzerin runter gefallen und hat sich seitdem nicht mehr bewegt. Die Besitzerin kam zu uns und wir sollten herausfinden, ob sie noch lebt. Doch wie sollte das gehen? Da es nichts gibt, das es nicht gibt, fand mein Mann die Antwort recht schnell: Man konnte die Schnecke schallen und so herausfinden, ob das Herz noch schlägt. Leider war das hier nicht der Fall. Spannend war das für uns alle natürlich trotzdem.

Wir erleben fast jeden Tag spannende Geschichten. Für mich ist es sehr interessant auf einer Firmenfeier zu hören, worüber sich unsere Angestellten so austauschen. Dazu gehört zum Beispiel die OP, bei der mein Mann einem Hamster die Gebärmutter entfernt hat. Natürlich mit einer Lupe. Oder als unser Facebookbeitrag so hohe Wellen schlug und wir wegen der Igel und Rasenmäherroboter im WDR, Sat1 und RTl (lokal) zu sehen waren. Spannend war auch die so Hausmaus, die ein Kunde gezähmt hatte und wie ein Haustier hielt, immer mit der Möglichkeit für sie, wieder zu verschwinden. Hat sie aber nicht, sie genoss bis zum Ende ihr Luxusleben und wurde sehr geliebt. Oder die zwei Wildkaninchenbabies, die ein Bauarbeiter beim Ausgraben auf einer Baustelle fand und kalt und durchnässt zu uns brachte. Wir haben sie als Team aufgepäppelt und sie hoppeln jetzt hoffentlich immer noch in der Wahner Heide rum. Das sind nur ein paar Sachen, die hier passieren.

Die nächsten Fragen beantworte ich dann im kommenden Beitrag. Es bleibt spannend.

In diesem Sinne
Ihre cliffhängende Tierarztfrau

Ein Geburtstagsgeschenk von Elli

Vor zwei Jahren war ich an meinem Geburtstag morgens mit den Hunden spazieren. Es war Oktober und bereits nicht mehr hell um 7 Uhr. Dennoch ließ ich beide Hunde ohne Leine laufen, denn es war so gut wie niemand unterwegs. In einem kleinen Park schlug sich Elli in die Büsche. Ich ging ihr hinterher, als sie nicht auf mein Rufen reagiert und siehe da – Elli war weg. Ich machte mir keine Sorgen, denn ich wusste, dass Elli als ehemaliger Straßenhund gut draußen klar käme und mit Sicherheit nicht wirklich weit weggelaufen wäre. Ich steuerte die üblichen Verdächtigen an: Büdchen, Bäcker, Supermarkt und fragte Passanten, ob sie Elli gesehen hätten. Fehlanzeige. Zwischendrin schaute ich immer wieder daheim vorbei, um zu sehen, ob sie vor der Tür lag. Nach ungefähr einer Stunde war es dann soweit: Elli lag tatsächlich vor der Tür. Mit einer Brötchentüte – leer, bis auf ein Schinken-Käse-Croissant. Ich wiederhole das gerne nochmal: der ewig hungrige Straßenhund hatte ein Schinken-Käse-Croissant übrig gelassen. Und lag mit vollem Wanst vor unserer Haustür. Was muss in dieser Tüte alles drin gewesen sein? Und wem hatte sie die geklaut? Ich hoffte sehr, dass es ein Klinikumsbesucher sein möge, denn sonst könnte ich mir die Geschicht ewig von den Nachbarn anhören.
Ich fuhr mit Elli und Odin zur Praxis. Mittags war Elli immer noch so vollgefressen, dass sie nicht ins Auto springen konnte. Der Wanst spannte einfach zu sehr. Aber immerhin hatte ich quasi ein Geburtstagsgeschenk von meinem Hund bekommen – wer kann das schon von sich sagen?

In diesem Sinne
Ihre Tierarztfrau

Hysterische Hundeeltern

Bevor jemand denkt, ich würde andere Leute so nenne, sage ich es direkt vornweg: Wir sind die hysterischen Hundeeltern. Und zwar deswegen:
Odin war antriebsarm und irgendwie bedrückt. Wir beobachteten es ein paar Tage, aber es wurde nicht besser.

Also beschlossen wir, den Pudel zu untersuchen. Auf dem Behandlungstisch zeigte sich morgens erstmal nichts. Die Analdrüsen waren voll, aber das konnte ja kein Grund für den betrübten Allgemeinzustand sein. Wir nahmen Blut ab, machten ein Röntgenbild, Ultraschall natürlich auch. Wozu hat man schließlich eine Tierarztpraxis, wenn nicht, um seinen eigenen Hund mit vagen Symptomen auf den Kopf zu stellen? Im Röntgen und Ultraschall zeigte sich nichts.
Das Blut kam in unser Labor, das Ergebnis dauerte jedoch. Wir hatten Mittagspause und gingen erstmal spazieren. Und das Wunder war geschehen: Der fröhliche Pudel war wieder da.

Wir sahen uns an und schüttelten den Kopf: Unser Mimöschen hatte also nur die Analdrüse gedrückt und dafür hatten wir den ganzen Aufstand gemacht. Aber eventuell zeigte sich ja noch etwas im Blutergebnis? Wollen Sie raten? Es zeigte sich nichts. Der Pudel war pumperlgesund. Wir haben herzlich über uns gelacht, unsere Angestellten auch. Es sei ihnen gegönnt.

Ihre fröhliche Tierarztfrau

Ziggy aka Ida

Wie Sie als fleißige Blogleser ja alle wissen, ist unser Ziggy ausgezogen und kommt nur gelegentlich zu Besuch, um Bescheid zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Ich kenne einen Haushalt, in dem er sich gelegentlich aufhält, aber irgendwo in unserem Viertel musste es noch jemanden geben. Unser Viertel-Kiosk bietet nicht nur Zeitungen, Post und Süßes, sondern auch alle Infos, die wichtig sind. Und natürlich wusste die Betreiberin auch genau, bei wem sich Ziggy aufhielt.
An einem Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg und klingelte bei besagter Adresse. Ein älterer Herr öffnete mir und ich fragte ihn, ob bei ihm eine schwarz-weiße Katze wohne. Er bejahte. Ich teilte ihm mit, dass das unsere Katze sei, die aber ausgezogen ist. Daraufhin erzählte er mir die Geschichte, wie Ziggy zu ihm gekommen ist.
Im letzten Jahr ist seine Frau schwer erkrankt und leider auch verstorben. Ein paar Wochen vor ihrem Tod tauchte plötzlich Ziggy bei ihnen auf. Aufgrund der schweren Erkrankung konnte er jedoch nicht bleiben, obwohl die Frau Katzen sehr mochte. Nach ihrem Tod durfte Ziggy dann einziehen.
Jetzt kommt er jeden Abend, bezieht seinen eigenen Sessel, in dem eine Decke für ihn bereit liegt und bleibt über Nacht. Am Morgen weckt er den Herrn und tigert dann tagsüber durchs Viertel, um dann abends erneut seine Gesellschaft zu suchen.
Endlich hat Ziggy wieder einen älteren Menschen, der sich um ihn kümmert, nachdem unsere Nachbarin ins Altenheim gezogen ist. Und er hat Ziggy, der sich um ihn kümmert. Eine win-win Situation.

Ob wir nicht traurig sind, dass Ziggy nicht mehr bei uns ist? Natürlich sind wir traurig, aber wie jeder weiß, kann man Katzen zu nichts zwingen. Und wenn durch unseren Ziggy ein älterer Mensch etwas weniger alleine ist, dann finde ich das sogar rührend. Übrigens nennt er Ziggy nach seiner Frau: Ida. Vielleicht wird es aber auch ein Ido, wo er jetzt weiß, dass Ziggy ein Junge ist.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihre Tierarztfrau

Die Pfütze

Im Slowenien Urlaub waren wir viel wandern. Das Land bietet sich dafür an. An unserem letzten Tag wollten wir aber nur noch eine weniger anstrengende Strecke zu einem Wasserfall zurücklegen. Insgesamt circa 8 km. Nachdem wir den Wasserfall besucht hatten, lagen noch circa 2 km vor uns. Wir wanderten an einem Hof vorbei, über Wiesen, bis der Untergrund langsam nasser wurde. Schließlich standen wir vor einer riesigen Pfütze, wirklich riesig. Mein Mann hatte eine kurze Hose an, er zog sich Schuhe und Strümpfe aus und watete voran. Schließlich kam er zurück und meinte, dass wir komplett die Hosen, Schuhe und Strümpfe ausziehen müssten. Das Wasser ging bis zum Oberschenkel. Wir überlegten: 7 km zurück oder einmal schnell durchs Kalte? Wir entschieden uns für das Abenteuer. Schuhe und Strümpfe kamen in den Rucksack, Hosen über die Schulter und Odin auf den Arm. Noch nie habe ich in so kaltem Wasser gestanden. Ich habe gedacht, meine Beine sterben an – und zwar sofort. Meinem Mann ging es genauso. Aber wer glauben Sie, zitterte vor sich hin – auf meinem Arm, warm eingemuckelt in die Hose? Genau, der Pudel. Ein echter, kleiner Prinz eben.
Als wir schließlich nach 5 Minuten durch die Pfütze (eigentlich ein Teich…) durch waren, waren wir sehr stolz auf das Abenteuer. Nie war meine Jeans so kuschelig warm.

In diesem Sinne
Ihre Tierarztfrau

Elvis

Bei uns nebenan ist Elvis eingezogen. Unsere Nachbarin wollte bereits länger einen älteren Hund und hat dann Elvis gefunden.
Er ist ein kleiner, 11 Jahre alter Westhighland-Terrier. Anfangs war er sehr schüchtern, mittlerweile ist er aufgetaut, aber ein Draufgänger wird er nicht. Unser Pudel Odin war sichtlich irritiert, als nebenan nun auch ein Hund wohnte. Würde der ihm etwa seinen Prinzenplatz wegnehmen? Weit gefehlt, Elvis liebt Odin und Odin bleibt Prinz. Odin besucht durch eine Lücke im Zaun weiterhin Elvis und sein Frauchen, nur Elvis checkt es nicht, wie man durch die Hecke kommt. Als er es dann schließlich versucht hat, saß die Mini – unsere Katze – schon in der Hecke bereit und hat ihm einen auf die Nase gegeben. Das Geschrei war groß – von Elvis.


Und weil Frau M., unsere Nachbarin, Elvis etwas gutes tun möchte, bekommt er Spielzeug. Elvis findet sein Spielzeug aber langweilig. Wer findet das wohl gar nicht langweilig? Genau – Odin. Der kommt jetzt alle Nase lang mit einem neuen Ball, Quietschi oder Spielzeug bei uns an. Natürlich durch die Hecke geklaut von Elvis. Ich schnappe mir das dann, schmeiße es wieder rüber und hoffe, er bekommt es nicht mit. Ansonsten findet Odin es ganz großartig, durch die Hecke zu flitzen und mir das wieder zu bringen. Ich bin mir sicher, wenn Elvis ein Mensch wäre, würde er Odin applaudieren.

Gute Nachbarschaft- auch unter Hunden – das geht!

In diesem Sinne
Ihre Tierarztfrau

Fotoshooting

Wer schon mal in unserer Praxis war, kennt unsere schönen Fotos, die das Fotostudio Lichtblicke in der  Südstadt geschossen hat. Darauf zu sehen sind viele Praxistiere. Wieviel Arbeit diese Fotos jedoch waren, sieht man darauf nicht.
Bei den Katzen war ich mit beiden alleine, das ging irgendwie. Aber mit den Hunden waren alle Frauchen dabei und es war harte Arbeit. Sie kennen bestimmt dieses Bild:

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Sie sehen hier von links nach rechts:
Beagle Lilly, Mischling Elli, Zwergpudel Odin und Mischling Lupa.

Manchmal, wenn ich davor stehe, denke ich daran, wie wir uns alle zu Hampelmännern gemacht haben, für diese ein perfekte Sekund. Und dann stelle ich mir vor, wie sich die Hunde während dessen unterhalten haben…

Lilly: „Guck mal, ist mein Frauchen nicht süß? Als würde ich sitzen bleiben, wenn sie Leckerchen raus holt.“ (steht auf und geht)
Elli: „Leckerchen? Ich komme mal gucken.“ (geht auch)
Odin: „Ich bin ein braver Junge, ich bleibe sitzen.“ (sitzt)
Lilly, Elli und Lupa: „Streber.“
Elli: „Ich glaube, wir sollen uns wieder hinsetzen. Boah, voll anstrengend, ich leg mich mal hin.“ (legt sich hin)
(alle anderen Hunde werden zurück ins Sitze verfrachtet)
Lilly: „Fasst mein Frauchen in die Tasche? Holt sie ein Leckerchen raus? Ich geh mal lieber kontrollieren.“ (steht auf und geht wieder)
Elli: „Leckerchen? Kannst Du mir eins mitbringen?“ (bleibt liegen)
Odin: „Solltest Du nicht auf Deine Mitte achten?“ (schaut nach rechts)
Elli: „Was soll das denn heißen?“ (schaut nach links)
Odin: „Ich mein ja nur.“ (steht auf und geht zu seinem Frauchen, die sich die Haare rauft)
Elli: „Oh, gibt es jetzt ein Leckerchen?“ (steht auf und geht zu ihrem Frauchen, die sich immer noch die Haare rauft)
(alle werden wieder ins Sitz verfrachtet, die Frauchen hampeln und säuseln wie nicht ganz gescheit vor ihren Hunden rum, damit diese sitzen bleiben und alle in eine Richtung schauen)
Elli: „Kein Leckerchen, jetzt bin ich traurig.“ (legt sich hin)
Lilly: „Ob ich mal brav Sitz vor ihr mache, dann bekomm ich bestimmt etwas.“ (zuckt mit der Pfote und wird direkt von ihrem Frauchen zurück ins Sitz gebracht)
Lupa: „Oh, so viele Menschen hier. Das wird mir zuviel.“ (geht zu ihrem Frauchen)
(Der Fotograf rauft sich die Haare. Die Frauchen versprechen, dass es jetzt bestimmt klappt. Alle Hunde werden ins Sitz gebracht. Die Frauchen stehen alle an der linken Seite vor den Hunden. Die Hunde schauen nach links.)
Lupa: „Wo ist links?“
Alle Hunde rennen wild im Studio rum – aber das Foto ist im Kasten. Und die Frauchen zehn Jahre älter.

Ich war dabei, genau so war es!

In diesem Sinne
Ihre Tierarztfrau