Muri auf Reisen, Teil 2

Nachdem wir Muri gefunden hatten, (siehe Muri, Teil 1) kontaktierten wir umgehend eins der Tierheime in Tiflis. Wir hatten geplant, sie dort abzugeben, damit sie einen Platz hat. Wir hatten noch 8 Tage Urlaub vor uns. Wir haben ein kleines Tierheim in Tiflis kontaktiert, das einen „no-kill-shelter“ betreibt, das bedeutet, es werden keine Hunde getötet, sondern ausschließlich vermittelt. Zum Tierheim erzähle ich im nächsten Teil mehr, aber wer sich schon mal informieren möchte: https://dog.org.ge/ .

Die Frau vor Ort informierte uns, dass Muri nicht direkt ins Tierheim könnte, da sie nicht geimpft sei. Die Chancen, dass die Kleine sich eine Krankheit holt, sind dann relativ hoch. Ob wir sie noch bis zum Abflug behalten könnten? Wir überlegten nicht lange und gingen erstmal weiteres Zubehör für Muri einkaufen. Wir klärten noch mit den Hotels ab, ob Muri erlaubt sei, wechselten eins deswegen und das war es dann. Muri würde mit uns reisen.

Wir fuhren von Borjomi nach Kazbegi, einmal längs durch Georgien:

Muri war nicht stubenrein, daher mussten wir gelegentlich anhalten und die Einlage wechseln, aber unser Fahrer hat das ganz geduldig mitgemacht.

Dann waren wir endlich in Stepanzminda. Und Muri war happy. Sie hatte ein warmes Körbchen, Spielzeug, gutes Futter und taute auf.

Aber noch lieber schlief sie hier:
Wir waren den ersten Tag ein paar Stunden wandern. Am zweiten Tag wollten wir eine Tagestour machen. Wir entschieden, dass der Weg durchs Truso-Tal prima für einen kleinen Hund im Rucksack zu bewältigen ist. Sie durfte zwischendurch mit uns flitzen, aber die meiste Zeit haben wir sie getragen:
Von Stepanzminda aus ging es dann weiter nach Tiflis. Die Hotelmitarbeiter freuten sich riesig über Muri und wollten sie gar nicht mehr hergeben. In der Zwischenzeit hatte jedoch unsere Freundin Simone signalisiert, dass die Familie einen Hund suchte und es musste Muri werden. Das war eine ganz neue Herausforderung, zu der komme ich aber später. Die Hotelmitarbeiter konnten Muri aber dementsprechend nicht behalten.

Wir gingen mit Muri im botanischen Garten spazieren, sie schlief im Körbchen, aber gelegentlich erwischten wir sie auch so:

In Tiflis selbst nahmen wir sie nicht mit, denn die Leiterin des Tierheims hatte uns gewarnt, dass die anderen Straßenhund zu viele Krankheiten für Muri übertragen könnten. Aber Muri war ganz zufrieden in ihrem Körbchen und mit unserer Action:

Hier noch ein Video von der kleinen Partybiene und beim nächsten Mal erzähle ich dann vom Tierheim in Tiflis.

Ihre Tierarztfrau