Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Hier habe ich ein besonders schönes, das nach dem Verzehr eines GANZEN Weckmanns erstellt wurde:

Dem Labrador ging es nach dem Erbrechen der Weckmann-Pfeife wieder gut…
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau
Ich bekenne: Ich esse Fleisch. Allerdings seit einiger Zeit kein Schweinefleisch mehr. Nein, ich bin nicht zum Islam konvertiert. Mein Mann hat mir nur folgende Geschichte erzählt:
Bevor er sich dazu entschloss, Kleintierarzt zu werden, hat er eine Zeit lang als Großtierarzt gearbeitet. Eines Tages wurde er zu einem Schweinebauern gerufen, eines der Tiere war krank. Natürlich kannten die schlauen Schweine meinen Mann schon und ahnten, dass nichts Gutes auf sie zukam. Mein Mann war jedoch gar nicht an allen Tieren interessiert, sondern nur an dem kranken Schwein. Als die Tiere merkten, dass es um ihren kranken Kollegen ging, zu dem sich mein Mann den Weg bahnen wollte, scharrten sie sich um ihn und verteidigten ihn. Mein Mann hatte wirklich Schwierigkeiten, an das kranke Tier heran zu kommen, so gut beschützten die Schweine ihren Kumpel. Die Geschichte finde ich so schön, dass mir der Appetit auf Schweinefleisch vergangen ist.
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau
Wir haben vier Zwerghühner, die wir im Garten halten. Als es im Winter das erste Mal furchtbar geschneit hat, haben sich die Damen einen gemütlichen Platz unter einem Busch gesucht und dort den Tag verbracht. Zur Dämmerung blickte ich zufällig aus dem Fenster und sah vier ratlose Hühner vor der „weißen Wand“ stehen. Der Schnee bedeckte die gesamte Wiese und damit die Zugangsmöglichkeit zum Stall. Der Schnee war nicht wirklich hoch, vielleicht zwei bis drei Zentimeter. Die vier Damen rührten sich jedoch nicht. Ich überlegte kurz und beschloss zu handeln: Nach einer Minute hatte ich einen Weg über die Wiese freigeschaufelt und vier glückliche Zwerghühner machten sich wie Moses durchs geteilte Meer auf den Weg in den Stall.
Leider war der Akku meiner Kamera leer…
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau
Mein Mann musste in der Klinik einen Hund operieren. Er hatte einen Ball verschluckt, aber nicht einfach so beim Spielen. Die Geschichte ging so: Die Halter spielten mit ihrem Hund Bällchen. Als es nun nach Hause gehen sollte, wollten sie den Ball einpacken. Der Hund wollte ihn aber nicht abgeben. Leckerchen half nicht, Strenge half nicht, der Ball blieb, wo er war: Im Maul des Hundes. Da kam dem Besitzer eine Idee: Er hatte noch ein Wurstbrot. Er hielt dem Hund also eine Scheibe Wurst vors Maul. Es kam, wie es kommen musste: Der Hund verschluckte erst den Ball und dann die Wurst. Wenn das nicht die reine Gier ist…
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau
Unser Hühnergehege: das weltbeste Schlafzimmer mit Live-Fernsehen.
In der Tierarztpraxis kam eine Patientin mit ihrer Katze zu meinem Mann. Sie zeigte eine akute Anämie. Mein Mann stellte durch Ausschluss fest, dass die Katze nur etwas Giftiges aufgenommen haben konnte. Das Problem war nur: Es handelte sich um einen Stubentiger. Es wurde diskutiert, ob nicht doch andere Ursachen in Frage kämen. Grundsätzlich lässt sich fast nie etwas zu 100% ausschließen. In diesem Fall war mein Mann sich jedoch sicher und blieb dabei: Es musste etwas Giftiges gewesen sein. Dementsprechend legte er die Therapie an.
Nach einer Woche rief die Patientin an. Sie hatte des Rätsels Lösung. Ein Freund hatte Medikamente im Bad gelassen. Die Katze hatte diese gefressen. Es war ihm jedoch zu unangenehm, das einzugestehen. Das Rätsel war gelöst. Die Katze hat überlebt und es geht ihr wieder gut.
Was sagte mein Mann dazu: „Jetzt weiß ich, wie Dr. House sich fühlt“ und nahm zufrieden einen Schluck Kaffee.
In diesem Sinne,
Ihre Tierarztfrau
„Guten Tag, Ihr Hund ist krank?“
„Ja, ich nehme es an. Er hat gestern nicht gefressen.“
„Ach, er frisst seit gestern nicht?“
„Nein, nein, er hat nur gestern nicht gefressen. Heute Morgen war alles normal.“
Das Thema Flöhe ist ein leidiges Thema. Manchmal kann es aber auch sehr traurig sein. Daher erzähle ich jetzt eine Geschichte aus erster Hand, nämlich der meines Mannes. Eines Tages kam bei einer seiner vorherigen Arbeitsstellen eine Frau mit ihrer Katze vorbei. Der Katze ging es sehr schlecht. Als sie vor meinem Mann lag, sah er schon, dass das kein gutes Ende nehmen würde. Er fasste die Katze an und es sprangen ihn Dutzende Flöhe an. Solche Mengen hatte er vorher nicht gesehen. Er nahm von der Katze Blut ab und es bestätigte sich, was er schon an den Schleimhäuten und dem Befund der Katze gesehen hatte: Sie hatte hochgradige Anämie, die Flöhe hatten sie nahezu ausgesaugt. Er konnte trotz bestem Einsatz das Tier nicht mehr retten.
Und wie konnte es soweit kommen? Die Halterin hatte die Katze mit Flohmittel aus dem offenen Verkauf einer Zoohandlung versorgt. Gerade bei Flohbefall sollte jedoch ausschließlich mit klassischer Medizin vorgegangen werden. Die Halterin war todunglücklich und letztlich konnte man ihr nur den Vorwurf machen, nicht früh genug zum Tierarzt gegangen zu sein. Da muss man sagen, ohne moralisch klingen zu wollen, wenn man krank ist, geht man zum Arzt. Genauso sollte man es auch mit den Tieren halten. So ist gewährleistet, dass die richtigen Mittel zum Einsatz kommen. Der Katze hätte es das Leben gerettet.
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau
Eine ehemalige Kollegin meines Mannes ist Spezialisten für Vögel. So kam es, dass eine Halterin mit einem Huhn bei Ihr vorstellig wurde. Das Huhn entstammte einer Legebatterie und war drei Jahre alt, ein Methusalem unter den Hühnern. Die Halterin wollte sämtliche Möglichkeiten für das Huhn ausschöpfen und der Kollegin gelang es auch, dem Huhn noch einige weitere Monate das Leben zu verlängern. Es kam jedoch, wie es kommen musste: Das Huhn starb. Nun war es für die Tierärztin natürlich sehr interessant zu erfahren, woran das Huhn letztlich gestorben war. Sie wollte die Halterin um eine Autopsie bitten und rief sie an. Wie das Gespräch tatsächlich verlief, darüber herrscht Stillschweigen. Das Ergebnis war jedoch, dass die Tierärztin keine Autopsie durchführte, sondern bei der Beerdigung des Huhns Ehrengast war. Huhn, wem Huhn gebührt!
In diesem Sinne: Ihre Tierarztfrau